Trocknen mit Ultraschall

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Wie wir auf der diesjährigen IFA gelernt haben, lässt sich unsere Waschmaschine inzwischen von überall aus per App steuern, und selbst die Bestellung des Waschmittels kann die Maschine heutzutage automatisch übernehmen. Aber nach dem Waschgang muss die Wäsche bekanntlich auch noch getrocknet werden und gerade in der kalten Jahreszeit ist das Trocknen auf der Wäschespinne im Garten eher die ungeeignetere Methode – also ab damit in den Trockner.

Und genau hier scheint sich eine Revolution anzubahnen, die das Trocknen mit warmer Luft fast schon unzeitgemäß erscheinen lässt. Forscher des Oak Ridge National Laboratory haben eine Methode entwickelt, welche die Wäsche per Ultraschall trocknet. Und dies bringt eine ganze Reihe an Vorteilen: der Vorgang des Trocknens ist angeblich nach bereits 20 Minuten abgeschlossen, der Energiebedarf ist 70% geringer als bei konventionellen Trocknern, die Gefahr, dass das Lieblingshemd auf Kindergröße schrumpft soll auch nicht mehr bestehen und Schimmelprobleme durch feuchtwarme Abluft soll es ebenso nicht mehr geben.

Der Trockner arbeitet mit sogenannten piezoelektronischen Wandlern, welche Kristalle zum Schwingen bringen. Dadurch wird die Feuchtigkeit in der Kleidung in feinen Nebel verwandelt, welcher dann aus der Trommel abgesaugt wird. Bisher existiert zwar nur ein Prototyp, doch steht die Marktreife unmittelbar bevor. Der Preis läge zwischen 500 und 1.000 US Dollar, womit das Gerät, neben den bereits erwähnten Vorteilen, durchaus mit der aktuellen Konkurrenz mithalten könnte.

Quelle: ingenieur.de