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Im Vorfeld des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, der dieses Jahr vom 27. Februar bis einschließlich 02. März stattfand, waren bereits sehr viele Informationen und Ankündigungen durchgesickert oder sicherlich auch bewusst gestreut worden, so dass die großen Überraschungen ausblieben.

In einer ersten kleinen Review wollen wir einen Blick auf das Herzthema des Kongresses werden: Smartphones.

Hier hat LG hat seinem neuesten Modell, dem G6, ein relativ ungewöhnliches Displayformat von 2:1 verpasst, was bei einer Bildschirmgröße von 5,7 Zoll sehr viel Platz auf dem Display bietet, so dass die Android-Software deutlich hierauf angepasst werden musste. Zudem setzt LG nun auch auf das Prinzip der doppelten Kameralinsen, bei denen sich eine Linse auf Weitwinkel- und eine andere auf Standardmotive spezialisiert, um somit eine noch bessere Bildqualität liefern zu können.

Beim Thema Kamera konnte aber auch Huawei mit dem P10 und P10 Plus punkten. Beide setzten ebenfalls auf das Zwei-Linsen-Prinzip, hier wurde dieses allerdings in Zusammenarbeit mit dem renommierten Kamerahersteller Leica umgesetzt, der auch gleich die passende Software dazu entwickelte.

Sony setzt bei seinem Xperia XZ Premium nicht nur auf die Kamera, die mit 960 Bildern pro Sekunde filmen kann, sondern sorgt mit einem 4K Display auch für eine scharfe Wiedergabe. Angetrieben wird es von einem extrem schnellen Snapdragon 835 und die IP68-Zertifizierung, welche den Staub- und Wasserschutz des Gerätes bestätigt, ist wie von Sony gewohnt auch bei diesem Modell gewährleistet. Einen großen Haken gibt es allerdings: Das Modell soll nämlich erst im Juni diesen Jahres auf den Markt kommen.

Und dann war da ja noch das Nokia 3310. Es handelt sich hierbei in der Tat um eine Neuauflage des Handys aus dem Jahre 2000 durch den Lizenznehmer HMD Global. Das neue 3310 verfügt nun über einen Farbbildschirm und eine 2 Megapixel-Kamera. Über diese Eigenschaften können aktuelle Smartphones zwar nur schmunzeln, aber bei einer Akku-Laufzeit von 31 Tagen (oder 22,1 Stunden Gesprächszeit) kann wohl kein anderes Modell mithalten. Das Handy wird zeitnah für ca 50,-€ auf den Markt kommen und ja, das Kultspiel „Snake“ ist weiterhin vorinstalliert!

Quellen: giga.de, bluewin.ch

 

Tops und Flops auf der IFA

Wir werfen in den nächsten Tagen immer mal wieder einen Blick zurück auf die vergangene IFA und beginnen heute mit den Tops und Flops!

Top:
Ziemlich beeindruckend fanden wir den Display-Tunnel von LG. 216 leicht gebogene Panels wurden zu einem Tunnel verbaut und haben uns dank der faszinierenden Farbwerte der OLEDs sehr stark beeindruckt. Ein Video hierzu findet ihr hier:

tvt-media-oled-tunnel

Ebenso gefreut haben wir uns darüber, dass Smartphones immer günstiger werden, ohne dass man hierfür große Qualitätseinbußen hinnehmen muss. Für knapp 300€ gibt es z.B. das Medion Life X5520 und ZTE Axon 7 Mini, bei welchem LTE und Full-HD inzwischen zum festen Standard gehören.

Wie wir bereits berichtet haben, ist der Markt für Smartwatches tendenziell eher rückläufig, was auch einige Hersteller erkannt zu haben scheinen. Anstatt weiterhin komplett überladene Gadgets zu präsentieren, sehen die Zenwatch3 und Sonys FES Watch U dank OLED Display bzw. E-Paper-Display inzwischen wirklich wie Uhren aus und nicht wie ein kitschiger Hightech-Computer für das Handgelenk.

Flops:
Der Top Flop war sicherlich das Samsung Note 7, welches auf Grund von Akkuproblemen leider nur mit Negativschlagzeilen punkten konnte und Samsung bereits ohne Kosten für die Rückrufaktion bereits 22 Milliarden US-Dollar gekostet hat. Samsung wird sicherlich einiges aufbieten müssen, um diesen Imageschaden wieder wett zu machen.

Als ob die Bezeichnungen von TV-Geräten nicht schon verwirrend genug seien, scheinen einige Hersteller vor den kuriosesten Bezeichnungen ihrer Geräte nicht zurück zu schrecken und sorgen somit für noch mehr Verwirrung. Ein bisschen mehr Einheitlichkeit und weniger „Ultra“-Neologismen würden uns sehr helfen, den Überblick zu behalten!

Enttäuscht waren wir leider auch von Philips. Der einstige Elektronik-Riese ist inzwischen nur noch eine Marke, unter der verschiedene Hersteller ihre Produkte anbieten, was sich leider auch auf der IFA bemerkbar machte. Zudem war der Ultrakurzdistanz-Beamer der „ScreenoSmart“-Reihe nirgendwo zu finden und die neue smarte Zahnbürste konnte uns leider auch nicht darüber hinwegtrösten.

Quelle: heise.de