Tschüss DVB-T, hallo DVB-T2 HD

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In wenigen Tagen, um genau zu sein in der Nacht vom 28.03. auf den 29.03., wird das DVB-T Signal in vielen Ballungszentren in Deutschland abgeschaltet. Wer darüber hinaus noch digitales Antennenfernsehen empfangen möchte, muss hierfür entweder mit einem neuen Receiver nachrüsten oder sich schlichtweg einen neuen Fernseher zulegen, falls das aktuelle Modell noch nicht über ein entsprechendes Empfangsmodul verfügt.

Alle öffentlich-rechtlichen Sender können über den neuen Sendestandard weiterhin umsonst und sogar in HD empfangen werden, private Sender werden aber ihr Signal verschlüsseln. Sollte das entsprechende Entschlüsselungssystem nicht im Receiver oder Fernseher verbaut sein, kann man dies mit einem sogenannten CI-Modul von freenet TV für ca. 80,-€ nachrüsten. Hinzu kommen noch monatliche Gebühren von 5,75€ pro Monat, um die Privatsender empfangen zu können – diese allerdings dann ebenfalls in HD.

Um die monatliche Gebühr zu entrichten, kann man im Handel Guthabenkarten erwerben oder diese per Telefon oder Internet bei freenet TV kaufen. Neukunden beginnen mit einer dreimonatigen Testphase und der Anbieter denkt bereits über entsprechende Abo-Modelle nach.

Wer mehr Details benötigt, erfährt diese auf dem Informationsportal der Initiative DVB-T2 HD. Hier gibt es zudem eine Karte mit einem Überblick über die erste Ausbaustufe von DVB-T2 sowie eine Suche nach PLZ. 

Quelle: spiegel.de, digitalfernsehen.de

HD-Empfang dank DVB-T2

Logo DVB-T2HD

Wer zu Hause einen HD (oder gar 4K) Fernseher im Wohnzimmer stehen hat, allerdings weder über einen Kabel- noch Satellitenanschluss verfügt, sondern sein Programm via DVB-T empfängt, der konnte beim linearen Fernsehen bisher nicht die volle Qualität seines Gerätes ausschöpfen.

Für die ca. 9% der deutschen Haushalte, die ihr Programm über Antenne beziehen, wird sich das aber bald ändern. Der neue Standard DVB-T2 ist in der Lage auch hochauflösende Bilder zu übertragen und ist zudem weniger störanfällig. Der Startschuss für die erste Stufe fällt am 31.05.2016 – also pünktlich zur EM 2016 in Frankreich. Zur Einführung werden in ausgewählten Ballungsräumen die Programme von ARD, ZDF, RTL, Pro7, Sat.1 und VOX frei und in HD verfügbar sein. Im ersten Quartal 2017 sollen weitere Regionen mit dem neuen Standard versorgt werden, bis schließlich Mitte 2019 auch ländliche Regionen in den Genuss der hochauflösenden Bilder kommen.

Für den neuen Standard ist aber auch ein neuer Decoder notwendig. Dieser muss nicht nur DVB-T2 unterstützen, sondern auch in der Lage sein den HEVC-Codec zu entschlüsseln (High Efficiency Video Coding). Einige namenhafte Hersteller haben zwar bereits einen DVB-T2 Tuner in ihren TV-Geräten verbaut, unterstützt dieser allerdings nur den Codec H.265 werden die Bilder eher „matschig“ aussehen und keinen wirklichen HD-Genuss bieten. Spätestens auf der IFA im September werden wir mal eine Runde drehen und schauen, welche Hersteller bereits Modelle anbieten, die ein externes Gerät überflüssig machen. Immerhin die bisherige DVB-T Antenne kann auch für den neuen Standard genutzt werden.

Quellen: http://www.dvb-t2hd.de/, Samsung