Drohnen Teil II – Die aktuelle Gesetzeslage

In unserem vergangenen Post haben wir verschiedene neue Drohnen-Modelle vorgestellt, die es auf der IFA in diesem Jahr zu sehen gab. Beim Betrieb solcher Drohnen gilt es aber die aktuelle Gesetzeslage zu beachten, welche in diesem Jahr klarer geregelt wurde. Anlass waren vorausgegangene Unfälle oder die Gefährdung Dritter, insbesondere beim Betrieb in Flughafennähe. Die aktuelle Regelung in Deutschland gestaltet sich wie folgt:

Versicherung:
Bevor ihr eure Drohne aufsteigen lasst, solltet ihr auf jeden Fall über eine Haftpflichtversicherung verfügen, die den Betrieb solcher Fluggeräte abdeckt. Hierbei ist es irrelevant, ob der Betrieb zu kommerziellen Zecken erfolgt oder reines Hobby ist. Die reguläre Haftpflichtversicherung deckt dies meist nicht ab, weshalb ihr euch beim Versicherer eures Vertrauen erkundigen solltet, welche Policen es hierfür gibt.

Kennzeichnung:
Jede Drohe mit einem Startgewicht von mehr als 250 Gramm muss mit der kompletten Adresse des Halters / Eigentümers gekennzeichnet sein. Darüber hinaus muss das Drohnen-Kennzeichen gut lesbar angebracht sein. Dieses muss zudem feuerfest sein, weshalb die Verwendung einer Aluminium-Plakette empfohlen wird.

Drohnen-Führerschein:
Ab einem Gewicht von 2kg ist ein Flugkundenachweis nötig, welcher für 5 Jahre gültig ist. Auch diese Regelung gilt sowohl für die kommerzielle, als auch die private Nutzung. Die Prüfung kann bei einer anerkannten Prüfungsstelle erfolgen.

Flug-Bereiche:
Geflogen werden darf maximal bis zur einer Höhe von 100m. Verboten ist der Flug außerhalb der Sichtweite, über Naturschutzgebieten oder Wohngrundstücken, es sei denn, der Wohngrundstücksinhaber hat dem zugestimmt oder das Gewicht der Drohne ist geringer als 250 Gramm und diese verfügt über keine Kamera und kann auch keine optischen oder akustischen Funk-Signale empfangen. Ebenfalls verboten ist der Flug im Umkreis von 1,5km von Flughäfen oder in Kontrollzentren, wenn eine Höhe von 50m überschritten wird. Auf ausgewiesenen Modellflugplätzen darf die maximale Flughöhe von 100m überschritten werden.

Für Modelle über 5kg muss eine Ausnahmegenehmigung eingeholt werden. Die Luftfahrtbehörde kann darüber hinaus auch zusätzliche Ausnahmeregelungen der weiter oben bzw. weiter unten genannten Punkte erteilen.

Zu folgenden Bereichen muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 100m eingehalten werden:

  • Menschenansammlungen
  • Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen
  • Krankenhäuser
  • Unglücksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
  • militärische Anlagen und Organisationen sowie mobile Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr im Rahmen angemeldeter Manöver und Übungen
  • Industrieanlagen
  • Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Maßregelvollzugs
  • militärischen Anlagen und Organisationen
  • Anlagen der Energie-Erzeugung und – Verteilung

Unter Sicherheitsaspekten erscheinen diese Vorgaben sinnvoll, zudem kann man sich nun auf eine einheitliche gesetzliche Regelung berufen, die klare Bedingungen schafft. Kommerzielle Betreiber, insbesondere aus dem Film- und TV-Bereich, haben allerdings ihren Unmut geäußert, da die Regelungen sie in ihrem Geschäftsbetrieb sehr stark eingrenzen.TVT Media - Drohnenverodnung

Quellen: drohnen.de, bmvi.de

Drohnen auf der IFA

In unserem letzten Post hatten wir bereits über die kleine Stars Wars Flugdrohnen berichtet, mit welchen man sich sogar Laser-Battle mit bis zu 12 Teilnehmern liefern kann. Auf der IFA waren aber auch die klassischen Drohnen-Hersteller vertreten, welche ihre neuesten Modelle präsentierten.

TVT.media GmbH - IFA 2017 061

Am bekanntesten ist hierbei sicherlich die Firma DJI, welche zwei neue Modelle vorgestellte. Als Nachfolger der Mavic-Drohne konnte man die Mavic Pro Platinum bestaunen, welche nicht nur leiser als ihr Vorgänger ist, sondern nun über eine Flugzeit von bis zu 30 Minuten verfügt. Die Kamera zeichnet in 4K und mit 30 Bilder pro Sekunde auf und liegt bei einem Neupreis von 1.300€. Ebenfalls neu im Angebot ist die Phantom 4 Pro Obsidian Edition. Diese ähnelt sehr stark ihrem Vorgänger, die eingebaute Kamera zeichnet ebenfalls in 4K, allerdings sogar mit 60 Bilder pro Sekunde auf, und ermöglicht mit ihrem 1-Zoll-Sensor sehr lange Belichtungszeiten. Die Phantom 4 Pro Obsidian liegt preislich bei 1.700€.

Interessant fanden wir zudem Gestensteuerung der DJI Spark zu bestaunen. Auf dem Außengelände der IFA könnten Besucher das Modell rein durch Gesten zum Fliegen bringen, die Richtung vorgeben und das Gerät auch wieder sicher auf ihrer Hand landen lassen. Mit einer speziellen Geste lassen sich sogar Selfies schießen. Die Kamera zeichnet nur in HD und nicht in 4K auf, was wir bei einem Preis von 600€ aber vollkommen fair finden.

TVT.media GmbH - IFA 2017 059

SwellPro zeigte auf der IFA seine bereits seit längerem erhältliche wasserdichte Splash-Drohne. OK – man kann im Wasser nicht fliegen, die Drohne soll auf diesem aber auch nur landen, ohne dass die Technik einen Schaden davonträgt. Zudem sind Ausführungen erhältlich, die sogar über einen Abwurfmechanismus verfügen oder einer eigenen Unterwasserkamera.

TVT.media GmbH - IFA 2017 079

Der Drohnen-Hersteller Yuneec zeigte eine Drohne, welche insbesondere für den professionellen Einsatz gedacht ist. Die H520 soll sich insbesondere für Land- und Forstwirte oder u.a. Rettungskräfte eignen. Die Drohne ist in einem grellen orange gestaltet, womit sie sich sehr gut auf Sicht steuern lässt, allerdings kann sie auch vorab programmierte Routen abfliegen.

Gefilmt wird dabei entweder mit einer 4K Kamera, welche sich für den Einsatz bei Filmaufnahmen oder beim Geo-Mapping eignet oder mit einer Full-HD Variante, die über eine Wärmebild- und Restlicht-Funktion verfügt. Mit zusätzlicher Software lassen sich sogar 3D Scans von vorab definierten Gebieten erstellen. Preislich spielt diese Drohne in der Oberliga und schlägt ohne Kamera mit 1.500€ zu buchen. Mit Kamera liegt sie bei 2.300€ und entscheidet man sich für die Wärmebild/Nachtsicht-Ausstattung werden 3.500€ fällig.

TVT.media GmbH - IFA 2017 084

Über die aktuelle Gesetzeslage beim Betrieb von Drohnen, die in diesem Jahr angepasst wurde, werden wir euch im nächsten Post informieren.

Quellen:

https://video.golem.de/games/19530/neue-dji-drohnen-angesehen-ifa-2017.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Drohne-fuer-professionelle-Einsaetze-von-Yuneec-3820504.html

Die Highlights der CeBIT 2017

Vom 20. Bis 24. März fand die CeBIT in Hannover statt. Die Kollegen von Computerwoche.de haben einige Videos über die Kernthemen der Messe zusammengestellt, welche wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

Künstliche Intelligenz:

TVT Media - Computerwoche Künstliche Intelligenz

Video Virtual Reality:

TVT Media - Computerwoche VR

Video Drohnen:

TVT Media - Computerwoche Drohnen

Video Automotive:

TVT Media - Computerwoche Automotive

Quelle: computerwoche.de

Neue Drohnen im Anflug!

Immer mehr Hobbyfilmer haben Flugdrohnen für sich entdeckt und auch auf der IFA war festzustellen, dass das Angebot hierfür immer größer wird. Sowohl auf dem Drohnen-Markt, als auch auf der IFA kam man um den Hersteller DJI nicht herum, welcher seine Quadcopter der Phantom 3 –Serie vorstellte.

TVT media IFA Rundgang

Die neue 3er Serie gibt es für Einsteiger als Standard-Edition bereits für weniger als 1.000€, für fortgeschrittene Piloten wird zudem eine Professional & Advanced Version angeboten. Der Phantom 3 Standard soll hierbei besonders einfach zu bedienen sein und auch Fluganfängern spektakuläre Aufnahmen ermöglichen. Hinzu kommen Funktionen wie der „Follow-Me-Modus“ in welchem die Drohne seinen Piloten in vorab per App eingestellter Höhe und Distanz hinterher fliegt oder die „Waypoint-Navigation“, bei der die Drohne eine vorab definierte Strecke abfliegt.

Dank leistungsstarkem Akku soll die Drohne laut Hersteller 25 Minuten in der Luft bleiben können und mit der 12 Megapixel starken Kamera sind auf jeden Fall scharfe Film- und Fotoaufnahmen garantiert.

Aber auch ein Neuling hat sich auf der IFA blicken lassen: Die Firma AEE, welche seit kurzem auch in Deutschland ansässig ist, präsentierte eine brandneue Drohne aus seiner Quadcopter-Reihe, welche nun auch Aufnahmen in 4K ermöglicht. Die Flugzeit der AP11 wird hierbei ebenfalls mit 25 Minuten angegeben – ob die Zeit ausreicht, um die maximale Distanz von 700m zu fliegen oder die maximale Höhe von 4000m zu erreichen bleibt ebenso spannend wie die Frage, ob sich AEE im Drohnenmarkt behaupten können wird. Wir werden das Ganze aus der Luftperspektive weiterhin beobachten.

 Quellen: presseanzeiger.de, techfieber.de, aee.com, dji.com