Die neuesten Fernsehmodelle von der IFA

Größe, Tiefe und Auflösung sind weiterhin die drei Eigenschaften, mit denen Fernsehhersteller auf der IFA auftrumpfen wollten. Wem dies besonders gut gelungen ist und wie unglaublich dünn die neuen Modelle in der Realität tatsächlich sind, haben die Kollegen vom YouTube Kanal Enter Expo für uns getestet:

Gibt es Heimkino-Beamer in 4K?

Dass es inzwischen unzählige Fernseher in 4K (teilweise sogar schon in 8K) gibt, dürfte inzwischen jeder, der sich auch nur am Rande mit aktuellen Technik-Themen beschäftigt, mitbekommen haben. Stellt sich nun also die Frage, ob es auch Beamer gibt, welche die hohe Auflösung bewerkstelligen können. Die Antwort lautet: Ja, oder besser: Ja, aber es ist ein sehr teures Unterfangen.

TVT Media - JVC 4K Beamer

Auf der vergangenen IFA hat JVC das Modell DLA-Z1 für den Heimkinomarkt vorgestellt, welches auch bereits seit Dezember auf dem Markt ist. Die unverbindliche Preisempfehlung seitens des Hersteller lautet: 34.999€! Für den Preis erhält man einen Beamer, der dank der BLU Escent Laser-Einheit eine Luminanz von 3.000 Lumen darstellen kann und dessen Kontrast dank der sog. Dynamic Light Source Control einen Kontrastwert von Eins zu unendlich erreichen kann. Selbst wenn einem diese Werte nicht viel sagen: Laser klingt immer cool und unendlich ist verdammt viel!

Spaß beiseite – das an die Wand geworfene Bild kann vereinfacht gesagt mit einem OLED-Fernseher mithalten. Das einzige Modell mit ähnlichen Werten stammt aus dem Hause Sony und hört auf den Namen VW-5000ES. Hierfür sind aktuell allerdings sogar 60.000€ fällig.

Es gibt natürlich auch „klassische“ Beamer, die bereits ein 4K Bild projizieren können, ob diese allerdings den Begriff „Heimkino“ verdienen sei dahingestellt. Fun-Fact: Bei einem Eintrittspreis von 12,-€ könntet ihr übrigens, anstatt den „günstigeren“ JVC-Beamer zu kaufen, 2.916 mal ins Kino gehen. Bei zwei Besuchen pro Monat käme man damit sogar 121 Jahre lang aus!

Quellen: invidis.de, areadvd.de

TV Trends für 2017

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Was sind die TV Trends für das Jahr 2017? Dschungelcamp, die vierte Staffel Sherlock oder eine weitere Staffel von Better Call Saul? Whatever! Wir wollen uns hier eher auf die technischen Spezifikation konzentrieren und hier haben die Trends eher weniger sexy Namen wie 4K, HDR und SUHD und Quantum Dots.

Dass 4K Fernseher (oder auch UHD) bereits seit Längerem auf dem Vormarsch sind, dürfe keinen mehr überraschen, aber 2017 werden diese Geräte aller Voraussicht nach wohl so erschwinglich werden, dass einem der Griff zum HD-Fernseher fasst schon antiquiert vorkommen mag. HD-Fernseher werden zwar nicht komplett aus den Läden verschwinden, allerdings dürften solche Modelle in der Mittelklasse ab 400€ deutlich seltener zu finden sein.

Um sich unter den ganzen 4K-Modellen dennoch hervorzutun, setzen einige Hersteller bereits auf HDR als Unterscheidungsmerkmal (bei Samsung auch „SUHD“ genannt). Diese Technik ermöglicht einen deutlich höheren Kontrast und ein größeres Farbspektrum, wodurch Videos und Filme noch authentischer wirken sollen und die Farbdarstellung insbesondere bei besonders dunklen oder hellen Farben noch realistischer erscheint. Umgesetzt wird dies durch sog. Quantum Dots, wobei es sich vereinfacht ausgedrückt um mikroskopisch kleine Partikel in der LCD-Folie handelt, die das Licht auf der Bildschirmoberfläche entsprechend verteilen und den HDR-Effekt ermöglichen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass das vorliegende Material auch in HDR gedreht wurde.

Ach ja – dann gibt es da ja noch OLED Displays! Diese bestechen ebenfalls mit sehr hohen Kontrastwerten und leuchtenden Farben, sind allerdings nicht so hell wie vergleichbare LCD-Displays. Im Gegenzug können sie ein so dunkles Schwarz wiedergeben, dass die Resthelligkeit kaum noch messbar ist. Zudem sind sie flexibler und dünner, was neben Curved Displays noch weitere interessante Anwendungsgebiete erschließen lässt.

Eines ist 2017 also sicher: Einfach wird die Entscheidung bei Fernseher-Kauf bestimmt nicht.

Quelle: computerbild.de, stern.de

Bang & Olufsen plant 4K-Fernseher

TVT.media - Logo Bang Olufsen

Im März dieses Jahres gab der dänische Hersteller Bang und Olufsen bekannt, eine strategische Partnerschaft mit LG Electronics einzugehen. Dadurch können die Dänen von den Innovationen der Koreaner profitieren und ihre Position auf dem TV Markt festigen.

Bang und Olufsen fokussiert sich eher auf Luxus-Geräte mit einem hohen Bedienkomfort und außergewöhnlichem Design, wofür oftmals fünfstellige Summen für ein TV-Gerät fällig werden. In dieser Preisklasse werden wohl auch die neuen 4K-Modelle liegen, welche auf Zoll-Listen eines indischen Frachtunternehmens aufgetaucht sind. Die Bezeichnungen „BV14-40“ und „BV14-55“ lassen auf eine 40 und 55 Zoll Variante der BeoVision-Serie schließen.

Auch die Avant Serie könnte ein Facelift bekommen. Die Bezeichnung „BeoVision NG“ könnte für „New Generation“ stehen. Bei allen Modellen brodelt es heftig in der Gerüchteküche und man hört wiederholt von Features wie AndroidTV und Netflix 4K Streaming. Am 31. August hat der Hersteller zum Presse-Event „To Broaden Your Horizon“ geladen und wird sicherlich bekannt geben, was man wenige Tage später auf der IFA bestaunen kann.

Quelle: 4kfilme.de

PlayStation mit 4K-Unterstützung

TVT media - PS4 neo

Sony hat die Gerüchte bestätigt, dass an einer PlayStation-Version gearbeitet wird, die auch 4K-Inhalte unterstützen soll. Ob sich mit dem Modell namens PlayStation 4 Neo auch Spiele in 4K ruckelfrei spielen lassen scheint eher unwahrscheinlich, vielmehr könnte die Konsole als eine Art 4K-Schnittstelle dienen. Mit ihr ließe sich auf Streaming-Dienste zugreifen, welche Filme in der hohen Auflösung anbieten oder die Inhalte eines (sehr wahrscheinlichen) 4K Blu-ray Laufwerkes entsprechend wiedergeben.

Darüber hinaus könnte Sony den Absatz seiner Virtual-Reality Brille „Playstation 4R“ vorantreiben, welche mit der Konsole kompatibel sein wird und auch die benötigte Rechenkraft besäße, um das Potenzial der Brille voll ausschöpfen zu können. Ein Verkauf zum Vorweihnachtsgeschäft läge für die Konsole nahe womit auch eine Präsentation auf der IFA nicht unwahrscheinlich wäre.

Der Verkauf der aktuellen PlayStation 4 soll allerdings nicht komplett eingestellt werden, vielmehr soll die Neo Version eine Premium-Variante sein, welche parallel zum Standard-Modell angeboten wird.

Quellen: ultra-hdtv.net, 4kfilme.de

UHD im TV

TVT media - Logo sky

Wir berichten ja des Öfteren über die neuesten UHD-TV-Modelle, jeweils mit dem Hinweis, dass Inhalte hierfür derzeit noch nicht so stark verbreitet sind. Insbesondere wenn es um herkömmliches, lineares Fernsehen oder Live-Übertragungen geht, sieht es derzeit noch mau aus.

 

Dies könnte sich allerdings bald ändern: Sky will ab Sommer dieses Jahres auf seiner neuen Plattform Sky Q auch Ultra-HD Inhalte anbieten. Passend dazu werden drei neue Set-Top-Boxen angeboten, von denen das Modell Sky Q Silver auch Ultra HD fähig sein wird.

 

Zuschauer aus Großbritannien haben bereits jetzt Zugriff auf die neue Plattform, in Deutschland könnte der Launch pünktlich zur diesjährigen IFA erfolgen.

Quellen: ultra-hdtv.net 1,ultra-hdtv.net 2, 4kfilme.de

Smartphone mit 4K-Auflösung

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Während sich die einen fragen „wofür eigentlich?“ und die anderen „wann eigentlich?“ hat Sony es einfach gemacht: Das auf der IFA vorgestellte Xperia Z5-Permium wird mit einem 5,5 Zoll großen Display mit 4K-Auflösung erhältlich sein. Zugute kommt Sony hierbei, dass sie auch im TV-Markt sehr aktiv sind und auf dem Smartphone dieselbe X-Reality-Software zum Einsatz kommt wie bei ihren Fernsehgeräten.

Bekanntermaßen ist das Display einer der größte Stromfresser eines Smartphones, doch auch hieran hat Sony gedacht. Das IPS-Panel des Z5 wird dünner sein als bei seinen Vorgängern und bietet dadurch mehr Platz für den Akku. Dieser soll mit seinen 3.700mAh dafür sorgen, dass Smartphones der Xperia-Serie auch weiterhin nur alle zwei Tage an die Steckdose müssen.

Ein staub- und wasserfestes Gehäuse kann weiterhin vorausgesetzt werden, der interne 32GB Speicher kann durch eine MicroSD-Karte auf 128GB erweitert werden und auch der CMOS-Sensor der Kamera wurde erneut verbessert. Darüber hinaus verfügt das Smartphone neuerdings über einen Fingerabdrucksensor, mit welchem sich das Handy in einer Bewegung aufwecken und entsperren lässt und auch zur Autorisierung verschiedener Sicherheitsfunktionen (z.B. Zahlungen) genutzt werden kann.

Quelle: heise.de

Erster UHD-Sender startet zur IFA 2015

TVT Media - Logo Pearl TV

Wie wir bereits berichten haben, wird UHD eines der großen Themen auf der kommenden IFA sein.

Doch was bringt ein Fernsehgerät mit einer UHD-Auflösung, wenn es keinen passenden Content hierfür gibt? Neben der Spekulation um Blu-ray-DVDs, scheint zeitnah auch ein Fernsehsender sein Programm in diesem Format anzubieten.

Der Shopping-Sender pearl.tv hat sich eine komplett neue Studiotechnik angeschafft, um in Zukunft zu 100% in nativem Ultra-HD produzieren und senden zu können. Ausgestrahlt werden soll das Programm über den Satellitenanbieter Astra. Um die volle Qualität genießen zu können, ist allerdings ein passender Receiver notwendig, der über einen HEVC-Decoder verfügt. An der Satellitenschüssel selber müssen keine Veränderungen vorgenommen werden.

Der Startschuss wird im September auf der IFA fallen und wir wünschen schon mal frohes Shoppen!

Quelle: pc-magazin.de

EXKURS: Was ist eigentlich UHD?

Wir berichten in diesem Blog immer wieder über die neuesten Trends hinsichtlich UHD, 4K oder 8K. Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesen Abkürzungen?

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SD = Standard Definition

Falls ihr zu Hause noch einen Röhrenfernseher besitzt oder euch an diesen erinnert, kann man diesen als guten Ausgangspunkt nehmen. Auch wenn die dahinterstehende Technik etwas anders ist als bei den heutigen LED- oder Plasma-Fernsehern, kann man grob vereinfacht sagen, dass das Bild eines Röhrenfernsehers einer Auflösung von 720 x 576 Pixeln entspricht. Diese Auflösung wird häufig auch als SD, also Standard-Definition bezeichnet.

 

HD = High Definition

In den Nullerjahren wurde diese Auflösung erhöht und HDTV – also High-Definition getauft. Der Trend ging zudem vom bisherigen Seitenverhältnis von 4:3 hin zu einem breiteren Format, wie man es aus dem Kino bereits kannte: 16:9. Dadurch hatten Kinofilme, die im TV ausgestrahlt wurden, nicht mehr die bekannten schwarzen Balken sondern füllten den gesamten Bildschirm aus.

Unter den Begriff HDTV fallen allerdings zwei verschiedene Auflösungen: Zum einen 1280 x 720 Pixel sowie 1920 x 1080 Pixel (letzteres wird häufig auch als „Full HD“ bezeichnet). Die Abkürzungen „p“ (progressiv) und „i“ (interlaced), die hinter der Auflösung oftmals angegeben werden, stehen für das entsprechende Darstellungsverfahren.

Beim progressiven Verfahren werden ganze Bilder übertragen, wie man es von klassischen Filmaufzeichnungen her kennt. 25p bedeutet demnach, dass pro Sekunde 25 volle Bilder gezeigt werden. Zu Beginn der Fernsehübertragung (wir sind wieder beim Röhrenfernseher) erzeugte dies oftmals ein Flimmern, weshalb die 25 vollen Bilder in 50 Halbbilder unterteilt wurden. D.h. aus einem vollem Bild wurden zwei Bilder: Eines bestand aus den geraden Zeilen des Bildes und eines aus den jeweils ungeraden (sog. Zeilensprungverfahren).

So konnten pro Sekunde 50 (Halb)-bilder übertragen werden (50i). Folge: das Flimmern wurde verringert, die Datenmenge nicht erhöht und das Auge konnte die Bewegungen als flüssig wahrnehmen.

 

UHD = Ultra High Definition

Nun befinden wir uns in der nächsten Entwicklungsstufe: UHD. Hierbei wird die Auflösung noch weiter erhöht, nämlich auf 3840 x 2160 Pixel (=4K) oder gar 7680 x 4320 (=8K). 4K hat demnach eine 20-mal so hohe Auflösung wie euer alter Röhrenfernseher, bei 8K ist es sogar das 80-fache! Die Bildschärfe wird dadurch so stark erhöht, dass man bei 4K schon nicht mehr weiß, ob man auf einem Monitor schaut oder aus dem Fenster. LG hat dies in einem Werbespot sehr lustig unter Beweis gestellt:

Content

Nur mit dem Kauf eines hochauflösenden Fernsehers ist es leider nicht getan. Das Problem bei den neuen Auflösungen ist wie immer der Content. Um entsprechende Inhalte anbieten zu können, müssen Kameras, Schnittplätze, Ü-Wagen und Speichermedien entsprechend aufgerüstet werden und auch das Personal muss lernen, die neue Technik zu beherrschen. Dies kostet Geld und Zeit, weshalb eine solche Formatumstellung nicht von heute auf morgen geschieht. Mal schauen, was bis zur IFA im September schon alles in 4K oder gar 8K vorliegt.