EXKURS: Was ist eigentlich UHD?

Wir berichten in diesem Blog immer wieder über die neuesten Trends hinsichtlich UHD, 4K oder 8K. Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesen Abkürzungen?

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SD = Standard Definition

Falls ihr zu Hause noch einen Röhrenfernseher besitzt oder euch an diesen erinnert, kann man diesen als guten Ausgangspunkt nehmen. Auch wenn die dahinterstehende Technik etwas anders ist als bei den heutigen LED- oder Plasma-Fernsehern, kann man grob vereinfacht sagen, dass das Bild eines Röhrenfernsehers einer Auflösung von 720 x 576 Pixeln entspricht. Diese Auflösung wird häufig auch als SD, also Standard-Definition bezeichnet.

 

HD = High Definition

In den Nullerjahren wurde diese Auflösung erhöht und HDTV – also High-Definition getauft. Der Trend ging zudem vom bisherigen Seitenverhältnis von 4:3 hin zu einem breiteren Format, wie man es aus dem Kino bereits kannte: 16:9. Dadurch hatten Kinofilme, die im TV ausgestrahlt wurden, nicht mehr die bekannten schwarzen Balken sondern füllten den gesamten Bildschirm aus.

Unter den Begriff HDTV fallen allerdings zwei verschiedene Auflösungen: Zum einen 1280 x 720 Pixel sowie 1920 x 1080 Pixel (letzteres wird häufig auch als „Full HD“ bezeichnet). Die Abkürzungen „p“ (progressiv) und „i“ (interlaced), die hinter der Auflösung oftmals angegeben werden, stehen für das entsprechende Darstellungsverfahren.

Beim progressiven Verfahren werden ganze Bilder übertragen, wie man es von klassischen Filmaufzeichnungen her kennt. 25p bedeutet demnach, dass pro Sekunde 25 volle Bilder gezeigt werden. Zu Beginn der Fernsehübertragung (wir sind wieder beim Röhrenfernseher) erzeugte dies oftmals ein Flimmern, weshalb die 25 vollen Bilder in 50 Halbbilder unterteilt wurden. D.h. aus einem vollem Bild wurden zwei Bilder: Eines bestand aus den geraden Zeilen des Bildes und eines aus den jeweils ungeraden (sog. Zeilensprungverfahren).

So konnten pro Sekunde 50 (Halb)-bilder übertragen werden (50i). Folge: das Flimmern wurde verringert, die Datenmenge nicht erhöht und das Auge konnte die Bewegungen als flüssig wahrnehmen.

 

UHD = Ultra High Definition

Nun befinden wir uns in der nächsten Entwicklungsstufe: UHD. Hierbei wird die Auflösung noch weiter erhöht, nämlich auf 3840 x 2160 Pixel (=4K) oder gar 7680 x 4320 (=8K). 4K hat demnach eine 20-mal so hohe Auflösung wie euer alter Röhrenfernseher, bei 8K ist es sogar das 80-fache! Die Bildschärfe wird dadurch so stark erhöht, dass man bei 4K schon nicht mehr weiß, ob man auf einem Monitor schaut oder aus dem Fenster. LG hat dies in einem Werbespot sehr lustig unter Beweis gestellt:

Content

Nur mit dem Kauf eines hochauflösenden Fernsehers ist es leider nicht getan. Das Problem bei den neuen Auflösungen ist wie immer der Content. Um entsprechende Inhalte anbieten zu können, müssen Kameras, Schnittplätze, Ü-Wagen und Speichermedien entsprechend aufgerüstet werden und auch das Personal muss lernen, die neue Technik zu beherrschen. Dies kostet Geld und Zeit, weshalb eine solche Formatumstellung nicht von heute auf morgen geschieht. Mal schauen, was bis zur IFA im September schon alles in 4K oder gar 8K vorliegt.

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