Eltern-Handy

Was haben wir nicht über unsere Eltern gelacht, die immer noch mit ihrem Nokia 5210 voll zufrieden sind und die ganzen Vorteile eines Smartphones, von denen wir ihnen ständig berichtet haben, überhört oder als überflüssig abgetan haben. Aber was wenn die Kehrtwende kommt und bei unseren Eltern dieses Jahr ein Smartphone auf dem Wunschzettel steht? Entscheidungskriterien, wie z.B. Kameraauflösung und Prozessorleistung rücken dann eher in den Hintergrund und die Bedienung rückt in den Fokus. Immerhin existieren inzwischen ganze Foren, wo junge Menschen sich über die technischen Fehlschritte ihrer Eltern auslassen, wenn diese mal wieder das Internet gelöscht haben.

tvt-media-wiegehteinleerzeichen

Und da die „Analog Natives“ nach den ersten Smartphone-Erfahrungen früher oder später entdecken werden, dass man per Messenger Nachrichten umsonst verschicken kann, liegt nahe, wer in Zukunft den unentgeltlichen technischen Support übernehmen darf. Um weiterhin aber genug Zeit zu haben, um ausreichend Katzenbilder zu verschicken anstatt Fragen à la „wiegehteinleerzeichen“ zu beantworten, stellen wir drei Varianten vor, die dieses Risiko minimieren:

Motorola Moto G:
Wenn grundlegende technische Kenntnisse vorausgesetzt werden können, wäre das Moto G sicherlich eine gute Wahl. Das Smartphone verfügt über eine schnellen Octa-Core Prozessor, eine 13 Megapixel Kamera und der Speicher kann bis auf 128GB erweitert werden. Ausgestattet ist das Handy mit Android 6.0. Dies hat zumindest den Vorteil, dass man sich beim technischen Fernsupport nicht groß umstellen muss, sofern man selber Android-erfahren ist. In diese Kategorie fallen aber viele Android-Kandidaten der unteren Preisklasse wie z.B. das HTC Desire 510, LGs G2 mini und Huaweis Ascend Y625.

Switel S4700D Victory:
Bei mittlerem bis geringem technischen Verständnis ist das Switel S4700D Victory keine schlechte Wahl. Es bietet ein 4,7 Zoll Display mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln. Der 1,3 Ghz Prozessor und ein Speicher von 1GB reichen für rudimentäre Ansprüche. Hervorzuheben ist der Akku, welcher laut Hersteller eine Laufzeit von 280 Stunden im Standby-Modus garantiert. Zudem verfügt das Smartphone über zwei SIM-Kartenslots, was die Optionen bei der Tarifauswahl deutlich vergrößert. Ein weiterer Kandidat für diese Kategorie wäre zudem das NavRoad NEXO iZi .

Doro Liberto 820:
Bei den hoffnungslosen Fällen läge ein Griff zum Doro Liberto nahe. Dieses Smartphone wird explizit als Senioren-Smartphone beworben. Ein Zweikern-Prozessor taktet mit 1,3 Ghz und wie das Switel verfügt es über 1GB Speicher. Das installierte Android 4.4 KitKat wurde mit einer hauseigenen Oberfläche ausgestattet, welches die Symbole auf der Oberfläche besonders groß darstellt. Zudem befindet sich auf der Rückseite eine 8 Megapixel-Kamera mit Notruftaste, welche beim Auslösen die wichtigsten Kontakte per SMS inkl. Zeit und Standort informiert. Darüber hinaus lässt sich das Smartphone via „Doro Manager“ auch aus der Ferne von Angehörigen steuern und verwalten, sollte der betagte User mal komplett verzweifeln. Switels S45D könnte ebenfalls in die engere Auswahl gefasst werden, da es über eine ähnliche Ausstattung inkl. Notrufknopf verfügt.

Sicherlich kann man den Eltern auch das eigene Smartphone überlassen, wenn man sich ein neueres Modell zulegt, allerdings sollte hierbei darauf geachtet werden, dass noch möglichst lange technischer Support seitens der Herstellers und hinsichtlich des Betriebssystems besteht, um unnötige Sicherheitsrisiken zu umgehen.

Quelle: computerbild.de

Leave a Reply